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Brand am Ammersee: Feuer zerstört einzigartige Christuskirche in Utting

SZ; 25. August 2021

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Jetzt werden Sie sich fragen, warum dieses tragische Ereignis bei uns im Gemeindebrief im Jahr 2023 auftaucht!

Der Kirchenbrand in Utting war auf eine fehlerhafte Elektroinstallation zurück zu führen. In unserer Kirche besteht aktuell eine ähnlich alte Elektroinstallation, d. h. teilweise sind die Steckdosen bzw. Lampen noch zweiphasig mit blei- oder stoffummantelten Leitungen versehen. Die war bis spätestens in den 70er-Jahren noch üblich. Stand der Technik ist allerdings eine dreiphasige Verkabelung, d. h. mit Plus-, Minuspol und Schutzleiter.

 

Der derzeitige Stand birgt einerseits eine akute Brandgefahr durch die überalterten Leitungen bzw. deren Isolierung.

Andererseits ist der Personenschutz nicht mehr gegeben, da eben kein Schutzleiter vorhanden ist und somit kein FI-Schalter (Personenschutzschalter / Fehlerstrominduktionsschalter) installiert werden kann. Dies bedingt auch, dass die gesamte elektrische Anlage in unserer Kirche nicht mehr gemäß den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen elektrotechnisch geprüft werden kann. Zudem sind die Schaltschränke ebenfalls nicht mehr zugelassen, so dass diese auch getauscht werden müssen.

Auch hat die aktuelle Situation einen Mangel beim Blitzschutz zur Folge, was derzeit bei einem Blitzeinschlag in die Kirche zu größeren Schäden oder sogar zu einem Brand führen könnte.

Schließlich darf nicht vergessen werden, dass der derzeitige Beleuchtungsstandard LED ist und auch die Wandleuchten mit Kunststoffabdeckung ihre Lebensdauer deutlich überschritten haben.

Aus diesen Gründen hat sich der Kirchenvorstand nach intensiver Diskussion und unter Zuhilfenahme eines Planungsbüros für Elektrotechnik dazu entschieden, dass die komplette elektrotechnische Installation in unserer Kirche aus Sicherheitsgründen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden muss. Darüber hinaus wird die Beleuchtungssituation auch auf den neuesten technischen Stand (LED-Technik, verschieden schalt- und dimmbare Beleuchtungszustände) gebracht werden soll. Dies bringt eine deutliche Stromeinsparung bei gleichzeitiger Verbesserung der Lichtstärke an den Bankplätzen – auch wenn bei Konzept die Wandleuchten künftig entfallen.

Nachstehend ein Muster der Beleuchtungskörper:

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Die aktuellen Kosten für diese Maßnahme stehen derzeit noch nicht genau fest, wir werden uns allerdings sicherlich im Bereich von 70-80 TSD EUR bewegen. Selbstverständliche versuchen wir die Kosten mit möglichst viel ehrenamtlicher Eigenleistung noch zu drücken (Maler-, Reinigungsarbeiten etc.).

 

Wir sehen diese für unserer Verhältnisse sehr große Investition als dauerhaften Schutz für unsere Kirche, unsere Besucher und unsere Mitarbeiter*innen an und stehen vorbehaltlos dazu.

 

Zuschussanträge bei der Landeskirche und bei der LED-Förderung sind natürlich gestellt, wir hoffen auf einen Zuschuss in Höhe von ca. 30% der Kosten und würden uns natürlich auch über zweckgebundene Spenden für diese Maßnahme sehr freuen!

Die Informationen zum Spenden finden sie HIER.

Rudi Achtner


Einführungskurs in das Herzensgebet

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Gemeinsam mit der Kirchengemeinde Garmisch-Partenkirchen bieten wir im Dezember 2022 und Januar 2023 einen Einführungskurs in das Herzensgebet an.

Die Wurzeln dieses Gebets, auch Jesusgebet genannt, reichen bis in das frühe Mönchtum des 3. und 4. Jahrhunderts. Es ist in seiner Form mantrisch geprägt: Ein heiliges Wort wird mit dem Atem verbunden inwendig wiederholt. Dabei löst sich der Kopf aus der Flut der Gedanken und die Aufmerksamkeit wandelt sich in eine wahrnehmende Haltung des Körpers, findet Ruhe und Stille im Herzen. Dieser Weg war im Westen lange vergessen, bis er u.a. durch den Jesuitenpater Franz Jalics im letzten Jahrhundert in Deutschland neu ins Bewusstsein spirituellen Lebens rückte.

Der Kurs findet an sechs Abenden statt, immer mittwochs von 19 bis 21 Uhr. Termine: 30.11, 7.12.2022 und 11.1, 18.1, 25.1.2023 und einmal donnerstags am 2.2.2023. Wir konnten dafür Pfarrer Hanns-Hinrich Sierck gewinnen. Er leitet das Spirituelle Zentrum St. Martin e.V. in München und ist Beauftragter für Geistliche Übung der ELKB. Der Teilnahmebeitrag beträgt 75 € (inklusive des Handbuches „Praxis des Herzensgebets – Einen alten Meditationsweg neu entdecken, hg.v. Andreas Ebert, Peter Musto). Nutzen Sie die Chance einen solchen Kurs hier in der Region besuchen zu können.

Pfarrerin Simone Hilbert Hegele und Pfarrerin Birgit Schiel (Garmisch-Partenkirchen)

 


 

FRIEDENSGEBET FÜR DIE UKRAINE

 

Der Bischof unserer Partnerkirche in der Ukraine, der DELKU, Pavlo Shvartz hat uns eindringlich gebeten, für die Menschen in der Ukraine, die russischen und ukrainischen Konfliktparteien, vor allem aber für den Frieden in der Ukraine zu beten. Gut, wenn wir an die Brüder und Schwestern denken, vor allem, wenn sie angesichts großer Herausforderungen und der Bedrohung des Friedens in ihrem Land bedroht sind:

 

Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. (Römer 12,18 )

Wir bitten dich, unser Gott, um Frieden zwischen Russland und der Ukraine. Mache der Aggression an der Grenze und dem Blutvergießen im Donbass ein Ende. Besonders bitten wir dich für unsere evangelische Partnerkirche in der Ukraine und ihre Schwesterkirche in Russland. Tröste und stärke sie durch deine Friedensbotschaft, dass sie das Böse mit Gutem überwinden können. Lass sie dein Licht bringen in der Dunkelheit der Völker, damit Hass und Angst aufhören. Höre ihre Bitten und lass dein Wort der Versöhnung durch sie hörbar werden.

AMEN

Auch das Dekanat Weilheim ruft dazu auf, sich mit den Ängsten der Menschen dort zu verbinden und um Wege des Friedens zu beten. Termine für gemeinsame Gebete finden sie unter diesem LINK.

MÖGE DIE KRAFT DIESES GEBETES DEN KRIEGSTREIBERN DIESER ERDE DIE SINNLOSIGKEIT VON KRIEG UND GEWALT BEWUSST MACHEN!


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Unser Pfarrer-Ehepaar stellt sich vor

 

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„Heimat und die weite Welt“, das sind für uns „Bayern und Brasilien“ und umgekehrt. Wo wir uns immer zuhause fühlen, ist im evangelischen Glauben. Wir sind beide in einer evangelischen Diaspora aufgewachsen. Simone in Oberbayern – geboren in Freising als zweites von vier Kindern einer glücklichen bayerisch-preußischen Verbindung (Achtung: Muttersprache Hochdeutsch ), Kindheit in Hallbergmoos, Jugend in Raisting, südlich vom Ammersee, am anderen Ende des Dekanats Weilheim. Josias im Süden von Brasilien, dem Land mit den ehemals meisten Katholiken der Welt, wo die evangelische Konfession vermehrt erst mit den deutschen Einwanderern im 19. Jahrhundert hin gelangte - als zweiter von drei Söhnen eines Pfarrers und einer Lehrerin (Achtung: Muttersprache Portugiesisch, nicht Spanisch ).

 

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In uns beiden wurde in unserer Jugend die Begeisterung für das Theologiestudium und den Pfarrberuf geweckt. Bei Simone war der Ausgangspunkt die Suche nach dem Essenziellen, nach dem, was im Leben wirklich wichtig ist. Josias fühlte sich angezogen von der Kirche, die wie Jesus auf der Seite der Benachteiligten und Rechtlosen steht.

Uns beide zog es in die weite Welt. Simone führte dieser Wunsch 2006 für ein Jahr im Theologiestudium nach Brasilien, an die Escola Superior de Teologia nach São Leopoldo, wo Josias im Jahr davor sein Studium begonnen hatte. Josias führte dieser Wunsch 2007 für ein Jahr nach Deutschland, in das Land der Reformation, wo er Evangelische Theologie in München studierte.

Seitdem ist die „weite Welt“ Teil unseres Lebens geworden. Unsere bayrisch-brasilianische Verbindung wurde 2008 standesamtlich besiegelt und unter Gottes Segen gestellt. Damit nahm unser evangelisch-interkulturelles Experiment seinen Lauf mit bisher folgenden Ergebnissen: 4 bestandene bayerische theologische Examina, 2 glückliche binationale Kinder (Alena bereichert unser Leben seit 2011, Lucas macht unsere Familie seit 2016 komplett), 1 Vikariat in München Milbertshofen (Simone), 1 Vikariat (Josias) und 1 Probedienst (Simone) in der Gemeinde Kemmoden-Petershausen im Dachauer Hinterland, 2 Ordinationen in der bayerischen Landeskirche, 1 neugewonnene Deutsche Staatsbürgerschaft mit dem uns bis heute in Erinnerung gebliebenen Satz: „Jetzt san Sie deitsch!“ des Landratsbeamten, den er während des historischen Moments des Staatsbürgerschaftsurkundestempelns sprach.

Nach neun gemeinsamen Jahren in Deutschland drohte Bayern für Josias seinen Charakter der „weiten Welt“ zu verlieren und zu heimatlich zu werden. Die Zeit war reif für eine Entwöhnung von Bayern und eine Wiederbegegnung mit Brasilien. Unsere bayerische Landeskirche hat eine langjährige Partnerschaft mit der Evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien. Teil dieser Partnerschaft ist das Austauschprogramm für Pfarrer*innen. So können jeweils fünf Pfarrstellen in Bayern von brasilianischen Pfarrer*innen besetzt werden und fünf Pfarrstellen in Brasilien von Pfarrer*innen aus Bayern. Dieser Austausch wird von Mission EineWelt (schreibt sich tatsächlich zusammen, um die weltweite Verbundenheit zu symbolisieren), dem Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern organisiert. Von Juli 2017 bis März 2020 wohnten wir in Marques de Souza, 130 km nördlich von Porto Alegre im südlichsten Bundesstaat Rio Grande do Sul, Heimat der Gaúchos (gesprochen: Ga-uschos), mitten in einer Region und einem Verbund von Kirchengemeinden, die Ende des 19. Jh. von Auswanderern aus Deutschland gegründet worden waren. Gottesdienste wurden schon lange nicht mehr auf deutsch gehalten, aber die Alltagssprache ist bis heute bei vielen noch ein deutscher Dialekt, der sich inzwischen sehr mit dem Portugiesischen vermischt hat.

Wir waren zusammen mit unserem Kollegen für die Betreuung von sechs Landgemeinden zuständig. Früher ritten die Pfarrer mit dem Pferd von Gemeinde zu Gemeinde, wir lernten in dieser Zeit das Autofahren auf Schotterstraßen! Unsere Arbeit hatte große Ähnlichkeiten mit der Arbeit in einer bayerischen Gemeinde. Wir hielten Gottesdienste, tauften, trauten und beerdigten, betreuten Frauengruppen, hielten Konfiunterricht, machten Hausbesuche und Besuche im Krankenhaus, hielten Andachten im lokalen und in regionalen Radiosendern. Wir gründeten einen Bibelkreis und bauten eine Kinder- und Jugendarbeit auf. Wegen der Coronapandemie mussten wir leider Hals über Kopf das Land verlassen.

Jetzt freuen wir uns hier zu sein und Sie kennenzulernen!

Ihre Pfarrerin und ihr Pfarrer

Simone und Josias Hegele